US-Finanzminister Scott Bessent sagte heute, dass ein Abkommen zur Wiedereroeffnung der Straße von Hormuz bereits am Dienstag oder Mittwoch erreicht werden könnte, mit einer Garantie der Freiheit der Bewegung für den kommerziellen Schiffsverkehr. Die Nachricht, von mehreren Finanzmedien berichtet, ließ die Ölpreise um 4% einbrechen.
Wir könnten morgen ein Abkommen mit dem Iran schließen, um die Straße von Hormuz zu öffnen, sagte Bessent den Reportern laut CNBC. Der Beamte fügte hinzu, dass die Vereinbarung die Freiheit der Bewegung durch eine der strategisch wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt gewährleisten würde, durch die etwa ein Viertel des weltweiten Öls transitiert.
Katar hat Fortschritte in den Gesprächen zwischen Washington und Teheran signalisiert, was den Marktoptimismus verstärkte. Präsident Donald Trump hatte den Iran zuvor bezüglich der Verhandlungen gewarnt und die Situation als letzte Chance für das Regime bezeichnet.
Unterdessen kündigte das Finanzministerium neue Sanktionen gegen das Erpressungsnetzwerk des Iran in der Straße von Hormuz an. OFAC (Office of Foreign Assets Control) benannte zwei Firmen, die an einem von der islamischen Revolutionsgarde (IRGC) unterstützten Erpressungsschema beteiligt sind, das kommerzielle Schiffe zwingt, eine obligatorische maritime Versicherung zum Transit der Straße zu erwerben. Mit einer Wirtschaft im freien Fall und einer Inflation im zweistelligen Bereich ist das Regime verzweifelt auf Bargeld angewiesen, sagte Bessent in der offiziellen Pressemitteilung des Finanzministeriums. Die Vereinigten Staaten werden es nicht zulassen, dass der Iran den weltweiten Handel als Geisel hält.
Die Maßnahme des Finanzministeriums richtete sich gegen die Persian Gulf Marine Insurance Company und die HormuzSafe Marine Services Authority, beide mit der IRGC verbunden. Die USA sanktionierten zudem acht Schiffe aus der Schattenflotte des Iran, die Millionen von Barrel iranischen Crudes nach China und andere Märkte transportiert haben. Seit Jahresbeginn haben die USA über 100 Schiffe sanktioniert, die mit der Schattenflotte des Iran verbunden sind.
Die Straße von Hormuz, zwischen Iran und Oman gelegen, ist der kritische Engpass für den Öltransport aus dem Persischen Golf. Jede Unterbrechung des Schiffsverkehrs in diesem Bereich hat unmittelbare Auswirkungen auf die globalen Energiepreise. Die Aussicht auf ein Abkommen löste daher einen deutlichen Rückgang der Rohölpreise aus, wobei WTI im frühen Handel rund 4% verlor.
Quellen
- [US Treasury - Press Release sb0581](home.treasury.gov)
- [CNBC - Bessent says deal may be reached Tuesday or Wednesday](cnbc.com)
- [Bloomberg - Qatar signals progress toward deal](bloomberg.com)