Brent-Rohöl fiel am Montag, 3. August 2026, um etwa 7% auf ein Dreiwochentief und handelte am Mittwochmorgen unter $80 pro Barrel, da die Märkte das Kriegsrisikopremium, das über Monate des US-iranischen Konflikts in die Ölpreise eingepreist war, rasch abbauten. Der Verkaufsdruck folgte auf die Entscheidung von Präsident Donald Trump, geplante Luftschläge gegen den Iran auszusetzen, und seine Ankündigung, dass Verhandlungen wieder aufgenommen würden.
Laut The Guardian handelte Brent bis Mittag am 3. August 5% niedriger bei $83.47 pro Barrel, nachdem er zuvor um bis zu 7.3% auf ein Tagesief von $81.55 gefallen war. US-West Texas Intermediate (WTI) sank am selben Tag um mehr als 5% auf $79.47 pro Barrel. Gulf News, unter Berufung auf Daten von OilPrice.com, bezifferte Brent mit $79.61 pro Barrel (+0.34%) und WTI mit $75.88 (+0.15%) um 10:58 Uhr Tokio-Zeit am Mittwoch, 5. August, und bezeichnete die Zugewinne als verhalten, wobei Händler noch nicht davon überzeugt seien, dass das geopolitische Risiko verschwunden sei.
Der Rückfall markierte eine scharfe Umkehrung nach einem turbulenten Juli: The Guardian berichtete, dass beide globalen Referenzwerte im letzten Monat um mehr als 20% stiegen, als die Kämpfe zwischen den USA und dem Iran wieder aufflammten und Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus die Befürchtungen für die Sicherheit der Schiffe auf der重要的 Durchgangsroute wiederbelebten. Algeria Digest berichtete, dass Brent am 29. Juli über $90 pro Barrel stieg, getrieben durch erneute Kämpfe im Nahen Osten und engere US-Lagerbestände.
Laut The Guardian sagte Trump spät am Samstag, 1. August, auf seiner Plattform Truth Social, dass der Iran und andere nahöstliche Länder um Zeit gebeten hätten, um ein Abkommen abzuschließen, das zur "sofortigen, vollständigen und totalen" Wiedereröffnung der Straße von Hormus und "einem Ende der nuklearen Bedrohung durch den Iran" führen würde. Am Sonntag sagte er, dass die Gespräche am Montag beginnen würden, eine Behauptung, die von Teheran bestritten wurde.
Der Rückgang der Rohölpreise stützte am Montag die europäischen Aktienmärkte: Der paneuropäische Stoxx 600 stieg um 0.5%, wobei Energiewerte um 2% fielen und Reise- und Freizeitaktien um 2.1% gewannen, während Londons FTSE 100 bis Mittag etwa 30 Punkte hinzugewann, berichtete The Guardian. Kathleen Brooks, Forschungsdirektorin beim Broker XTB, sagte der Zeitung, dass der Rückgang der Ölpreise die Inflationssorgen lindern und als Dämpfer für die Anleihenrenditen wirken könnte.
Gulf News weist darauf hin, dass die Straße von Hormus der entscheidende Stellfaktor bleibt: Ein Abkommen "auf Papier" würde nicht notwendigerweise eine sofortige Rückkehr zur normalen Schifffahrt bedeuten, da Tanker Zusicherungen bezüglich Sicherheit, Navigation und Versicherung benötigen, bevor die Reederei reguläre Fahrten wieder aufnimmt. Derselbe Bericht besagt, dass OPEC+ am Sonntag, 2. August, eine Produktionssteigerung von etwa 188,000 Barrel pro Tag genehmigte, ein Schritt der seiner Ansicht nach zusätzlichen Abwärtsdruck auf die Preise ausüben könnte, wenn die nahöstlichen Exporte sich erholen.
Quellen
- Gulf News — "Brent tops $79: Oil prices edge higher as markets weigh US-Iran talks, Hormuz reopening" (5 August 2026): gulfnews.com
- The Guardian — "Oil prices plunge and Europe's markets rally after Trump calls off Iran strikes" (3 August 2026): theguardian.com
- Algeria Digest — "Oil prices swing after Brent tops $90 on supply strains" (July 2026): algeriadigest.com